Die Veste Coburg

Veste Coburg 2021
Veste Coburg
Blick von der Veste Coburg

Die Veste Coburg ist mit einer Fläche von 135×260 Metern, umschlossen von einem dreifach gestaffeltem Mauerring, eine der größten, aber auch ältesten Burganlagen. Erstmals wurde Sie im Jahr 1225 urkundlich erwähnt und befand sich derzeit im Besitz der Herzöge von Meranien. Archäologen belegen, dass die Veste aus der 1056 gebauten Burganlage „Koburgk“ hervorgegangen ist. Trotz ihres Alters zählt sie heute zu den am besten erhaltenen Burgenlandschaften. Ihren Spitznamen „Fränkische Krone“ erhielt sie auf Grund ihrer Lage. Sie liegt fast 170 Meter über Coburgs Stadtzentrum, auf einer Höhe von 464 Metern über dem Meeresspiegel. Damit ist sie aus weiter Ferne – sogar aus Thüringern heraus – noch gut zu erkennen.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Veste in ihrer langen Geschichte als eine der wenigen kein einziges mal erobert wurde. Dies lag vorallem auch an der großen Anzahl diverser Verteitigungswaffen, Fallgatter, Eisentore oder dem 10 Meter hohen Eingangsportal. Gelang es dem Gegner trotz der Löwenbastion und der tiefen Gräben und hohen Brücken ins innsere Burgenlandschaft zu gelangen, musste er zunächst Laufgänge und Pechgruben überwinden.

Martin Luther hielt sich im Jahre 1530 fast ein halbes Jahr lang auf der Veste Coburg auf. Das heute noch vorhandende „Lutherzimmer“, sowie ein Steinrelief mit seinem Profil erinnern daran.

Veste Coburg
Veste Coburg

Seit 1839 stehen die ersten Räumlichkeiten der Öffentlichkeit als Museum zur Verfügung. Weltbekannt sind vorallem die Kunstsammlungen der Herzöge von Sachsen-Coburg-Saalfeld, welche heute öffentlich auf der Veste präsentiert werden. Aber auch außergewöhnliche Ausstellungsstücke, wie Rüstungen, Kriegs- und Jagdwaffen oder edles Kunsthandwerk werden hier präsentiert.

Als weiteres Highlight gibt es hier die ältesten, noch funktionstüchtigen Kutschen der Welt zu bestaunen, sowie den größten, vollständig erhaltenen Eisengußofen. Das Kupferstichkabinett ist mit seinen 330.000 Blätern das größte in der Bundesrepublik.

Ein weiterer Höhepunkt eines Gangs durch die Veste ist das Lutherzimmer. In dem hat der Reformator 1530 ein halbes Jahr gelebt. Weitere historische Räume sind das vollständig mit Holz vertäfelte Jagdintarsienzimmer von 1632, die Große Hofstube und der 1504 fertig gestellte Festsaal sind ebenfalls zu besichtigen. In der Feste ist auch das weltweit bekannte Kupferstichkabinett, mit 330.000 Blatt eines der größten in Deutschland, untergebracht.

Veste Coburg 2021
Veste Coburg 2021

Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Veste sehr häufig für Aufenthalte der sächsischen Kurfürsten genutzt. Drei Jahrhunderte später begannen die Herzöge von Sachsen-Coburg-Gotha erste Kunstsammlungen von Weltrang einzubringen.

Die Veste Coburg wurde bei den Dreharbeiten zum Film „Luther“ als Wartburg-Ersatz verwendet, da sich diese zu stark verändert habe. Des Weiteren gibt es auf dem Glände ein inzwischen stattliches Exemplar des sogenannten „Riesenmammutbaums“, welchen man bereits aus großer Entfernung erkennen kann.

Kunstsammlungen

Die Schätze der Herzöge gehören zu den bedeutendsten kulturgeschichtlichen Sammlungen in Deutschland.

Herzog Frank legte das sog. Kupferstichkabinett an. Dieses enthält eine Sammlung von über 330.000 Blättern mit Aquarellen, Druckgraphiken und Handzeichnungen aus dem  15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

In der Glassammlung finden sich über 2700 kostbare Gläser, insbesondere venezianische Gläser (damit die größte Sammlung außerhalb von Venedig).

Über 20.000 Objekte sind im sog. Münzkabinett gelagert. Besonders Münzen sächsischer Herkunft aus Gold, Silber und Buntmetall.

Die umfangreiche Rüstkammer enthält die umfangreiche Jagdwaffensammlung der Coburger Herzöge und die sog. „Türkenbeute“ von Prinz Friedrich Josias. Darüber hinaus sind schwere Hakenbüchsen, Geschütze und Feldharnische aus dem 30-Jährigen-Krieg zu sehen.

veste coburg cindy2 min | Die Veste Coburg
Veste Coburg 2021

Eine riesige Sammlung von Prunkwagen und Turnierschlitten ist im Herzoginbau ausgestellt. Zu sehen sind zwei grandios dekorierte und vergoldete Hochzeitskutschen aus der Renaissance sowie der vergoldete Prunkwagen zur zweiten Hochzeit von Herzog Johann Casimir mit Margarethe. Dieser ist weltweit der der älteste, fahrbereite Wagen seiner Art.

Lutherkapelle

Erstmals im Jahr 1075 erwähnt, findet sich auf dem Festungsberg eine Kirche wieder. Ungefähr 800 Jahre später lies Friedrich Streib einen Neubau der Schlosskirche errichten, welche weitere 200 Jahre später von Bodo Ebhardt umgebaut wurde.

Öffnungszeiten der Veste Coburg: April – Oktober täglich, 9.30 – 17.00; November – März Di. – So. 13.00 – 16.00;24./25. + 31. 12. geschlossen
Eintritt: Erwachsene 5,- Euro, Kinder (6 – 18 Jahre) 2,50 Euro, Familien 10,- Euro

Location: Veste Coburg 1,  96450 Coburg

Enternung von der Ferienwohnung Müller: 3,3 km