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	<title>hexenturm &#8211; Ferienwohnung Müller</title>
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	<description>~ IHR ZUHAUSE IN COBURG / OBERFRANKEN ~</description>
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		<title>Hexenturm in Coburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ferienwohnung Müller in Coburg / Oberfranken]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jan 2021 10:49:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sehenswürdigkeiten in Coburg und Coburger Land]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Hexenturm in Coburg &#8211; Kiliansturm Wir erinnern an die Opfer der Hexenverfolgung im 16./17. Jhdt. die in diesem Hexenturm gequält und gefoltert wurden. Das Erinnern mahnt uns, jeden Versuch zu widerstehen, Menschen zu Unmenschen zu erklären, zu demütigen und zu vernichten. Evang.-Luth. Dekanat / Stadtbild Coburg e.V. / Stadt Coburg Der Hexenturm in Coburg im...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align: left;">Der Hexenturm in Coburg &#8211; <em>Kiliansturm</em></h1>
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<blockquote>
<h4>Wir erinnern an die Opfer der Hexenverfolgung im 16./17. Jhdt. die in diesem <strong>Hexenturm</strong> gequält und gefoltert wurden. Das Erinnern mahnt uns, jeden Versuch zu widerstehen, Menschen zu Unmenschen zu erklären, zu demütigen und zu vernichten.</h4>
<p style="text-align: right;"><sup><span style="color: #111111; letter-spacing: -0.01em;">Evang.-Luth. Dekanat / Stadtbild Coburg e.V. / <a href="https://www.fewoco.de/wissenswertes-coburg-umgebung/die-geschichte-ueber-coburg/">Stadt Coburg</a></span></sup></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der <b>Hexenturm</b> in Coburg im wurde als solcher zwischen 1150 und 1200 erbaut.</p>
<p style="text-align: justify;">Er war einst Teil der Coburger <strong>Altstadtfestung</strong> und bildete zusammen mit der Frohnveste (1544 gebaut als eines der Stadtknechtshäuser) bis 1860 das damalige <strong>Gefängnis</strong>. Er war ursprünglich nach <em>Dominicus Nikolaus Kilian</em> benannt und heißt damit eigentlich <em>Kiliansturm. </em>Dieser Name ist auch auf einem Stich aus dem Jahre 1626 zu finden. Zu dieser Zeit hatte der Hextenturm noch einen oberen Fachwerkboden und eine konische Turmkuppel.</p>
<h3>Warum wird er dann <em>Hexenturm</em> und nicht <em>Kiliansturm</em> genannt?</h3>
<p>Der Kiliansturm wurde vermutlich nach der Zeit der europäischen Hexenjagt in &#8222;Hexenturm&#8220; umbenannt.</p>
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<div class="jss168" style="text-align: justify;">
<p>Die Hexenjagd wurde nicht nur unter Katholiken, sondern auch in protestantisch geprägten Ländern durchgeführt. Das <a href="https://www.fewoco.de/wissenswertes-coburg-umgebung/die-geschichte-ueber-coburg/">Fürstentum Coburg</a> bildet dabei keine Ausnahme. Die Verfolgung von sog. &#8222;Hexen&#8220; gipfelte hier in den Jahren 1612 &#8211; 1616 und ein weiteres Mal von 1628 &#8211; 1632. Das Gesetz sah schließlich einen speziellen Kerker für die Angeklagten vor. In <a href="https://www.fewoco.de/wissenswertes-coburg-umgebung/top-10-fakten-coburg/">Coburg</a> war dies der <em>Kiliansturm, </em>welcher später <strong>Hexenturm</strong> genannt wurde. In diesem Turm wurden die Angeklagten auf grausame Weise &#8222;verhört&#8220; und anschließend getötet. Der Ort der tatsächlichen Hinrichtung und Einäscherung war auf dem <strong>Glockberg</strong>.  Auf dem Weg dorthin passiert man  die ehemaligen <em>Galgengasse</em> in der Nähe des heutigen <a href="https://www.fewoco.de/wissenswertes-coburg-umgebung/top-10-fakten-coburg/">Steintors </a> und dann vorbei am ehemaligen <em>Glockengießerhaus.</em></p>
<p><span style="text-align: justify;">Der Hexenturm erzählt das unendliche Leid von unschuldigen Menschen, die beschuldigt wurden, mit dem <strong>Teufel</strong> und der Hexerei zu tun zu haben. Der Begriff &#8222;Hexe&#8220; wurde verwendet, um </span><strong style="text-align: justify;">insbesondere Frauen</strong><span style="text-align: justify;"> zu beschreiben, von denen angenommen wurde, dass sie den Pakt mit dem Teufel geschlossen haben, um ihren Mitmenschen durch den Einsatz verzauberter Drogen erheblichen Schaden zuzufügen. Die organisierte Hexenjagd dauerte ungefähr </span><strong style="text-align: justify;">300 Jahre</strong><span style="text-align: justify;"> und erreichte seinen Höhepunkt im 17. Jahrhundert. Untersützt und </span><strong style="text-align: justify;">finanziert wurde die Hexenjagd</strong><span style="text-align: justify;"> in Deutschland insbesondere von </span><strong style="text-align: justify;">Papst Innozenz</strong><strong style="text-align: justify;"> VIII.</strong></p>
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<div style="text-align: justify;">
<p>Der ehemalige Kiliansturm blieb in seiner Grundmauer erhalten. Bis 1853 konnten die Menschen in lateinischer Sprache auf der Inschrift lesen:</p>
</div>
<div style="text-align: justify;"></div>
<blockquote>
<div style="text-align: justify;">Damit das Böse durch das rächende Feuer verzehrt werde, ist dieses Haus für die Bösen durch die Stadt erbaut worden.</div>
</blockquote>
</header>
</div>
</article>
<h3 style="text-align: justify;">Der Hexenturm nach 1862</h3>
<p style="text-align: justify;">Der Turm bekam einen völlig neuen Rundturm aus Stein mit neugotischen Zinnen. Das Nachbargebäude, die Coburger Sonntagsschule, wurde zeitgleich fertiggestellt. Das Gebäude beherberge über die Jahrhunderte hinweg zahlreiche Institutionen. Sehr schnell in das Bewusstsein der Menschen in Coburg hat sich jedoch der Name &#8222;<strong>Theater am Hexenturm</strong>&#8220; eingeprägt. Das Gebäude blieb bis 1985 ein Schauspielhaus, danach zog das Theaterpersonal um in die vollständig renovierte Reithalle. Heute befindet sich in diesem Haus der Verein &#8222;<em>Stadtbild Coburg</em>&#8222;. In den letzten Dekaden hat der Verein einen großen Beitrag zur Erhaltung des Aussehens vieler alter Coburger Stadthäuser und der Innenstadt geleistet.</p>
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<h3 class="av_iconlist_title iconlist_title ">Historische Entwicklung des Hexenturms</h3>
</header>
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<ul>
<li>1150 &#8211; 1200: Bau des Hexenturms</li>
<li>1610: Erweiterung um ein zweites und drittes Fachwerkgeschoss und Dach</li>
<li>1544: Bau der Frohnveste</li>
<li>1781 &#8211; 1782: Erneuerung des oberen Stockwerks</li>
<li>1862 &#8211; 1863: Umbau der Frohnveste zur Sonntagsschule</li>
<li>1901: Kunstverein</li>
<li>1937: Einzug der Handwerkskammer</li>
<li>1976 &#8211; 1986: Landestheater</li>
<li>seit 1988: Einzug der Vereins &#8222;Stadtbild Coburg e. V.&#8220;</li>
</ul>
<p><strong>Location</strong>: <a href="https://goo.gl/maps/EucLDWRVp13czYUE6" target="_blank" rel="noopener">Ernstpl. 12, 96450 Coburg</a><br />
<strong>Entfernung von der <a href="https://www.fewoco.de/lage-fewo-coburg/">Ferienwohnung Müller in Coburg</a></strong>: 1.300 Meter</p>
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<p style="text-align: right;"><sub>Quellen: coburg-magazin-forum.de; https://www.theater-am-hexenturm.de/about/hexenturm/</sub></p>
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